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Die Region Itzehoe
Metropolregion Hamburg

Die Gemeinde Dägeling



Bei der Gemeinde Dägeling handelt es sich um eine Geestgemeinde mit einer Gesamtfläche von 753 ha und einer Einwohnerzahl von 995. Herausragendes Merkmal der Gemeinde Dägeling ist das Industrie- und Gewerbegebiet mit einer Größe von ca. 60 ha, dessen Besiedlung seit jüngerer Zeit sichtbar voranschreitet. Mit diesem Gewerbegebiet erfüllt die Gemeinde Dägeling eine regionale Aufgabe des Bereichs Itzehoe-Umland.

 

Ausflug in die Geschichte Dägelings: 

Die alte Dibbern-Eiche könnte viel erzählen. Seit 500 Jahren beherrscht sie die Dägelinger Dorfmitte. Als sie gepflanzt wurde, gehörte die Ansiedlung noch zum Rantzauer Gut Breitenburg. Die Bewohner mussten Hand- und Spanndienste für die gräfliche Herrschaft leisten -eine Art Leibeigenschaft, der erst die Preußen im 19. Jahrhundert ein Ende setzten.

Die Eiche hat diese wechselhafte Geschichte ebenso überstanden wie den jahrhundertelangen Viehtrieb. Dägeling war bis um 1900 wichtige Station am alten Ochsenweg, über den die Viehmärkte in Itzehoe und Wedel beliefert wurden. Verkehrsgünstig liegt der Ort noch heute. Die Autobahn 23 verläuft quer durch das Gemeindegebiet und hat der Kommune ein beachtliches Gewerbegebiet beschert. 22 kleine und mittlere Unternehmen haben sich angesiedelt. Rund 600 Arbeitsplätze sind entstanden, deutlich mehr, als Dägeling erwachsene Einwohner/ -innen hat.

 

Vor allem die Jahre zwischen 1970 und 2000 haben Dägeling ein anderes Gesicht gegeben. Aus dem reinen Bauerndorf wurde eine Schlafgemeinde mit -dank reger Vereinsarbeit- erheblichem Freizeitwert. Zur Beliebtheit als Wohnort hat sicher auch beigetragen, dass die Bundesstraße 5 nicht mehr durchs Ortszentrum führt. Nur das holprige Originalpflaster im Ortsteil Wellenberg erinnert noch an die einst vielbefahrene Durchgangsstraße. Auch geologisch ist Wellenberg übrigens ein höchst interessantes Fleckchen Erde. Hier stößt die Marsch auf die Geest. Einst sollen die Wellen von Nordsee und Elbe bis nach Dägeling, an besagten Berg eben, geschwappt sein. Nicht belegbar ist allerdings die Sage, dass in dieser Region auch der berüchtigte Störtebeker einmal Zuflucht gesucht haben soll.

Geschichten und Geschichte auch Dägeling bildet eine wahre Fundgrube. So soll unter einem gewaltigen Findling nahe der Dibbern-Eiche zu Kaiser Wilhelms “25. Dienstjubiläum" im Jahre 1913 von der militärischen Brüderschaft eine Flasche mit hoch interessanten Dokumenten versenkt worden sein.

Einziger Zeitzeuge ist wieder einmal die Eiche. Vielleicht hat die Überlebenskraft dieses stattlichen Symbols deutsch-dägelinger Geschichte ja auch damit zu tun, dass der Ort auch sonst ein Refugium für die Natur ist. Über mehrere Kilometer erstreckt sich der nur dünn besiedelte Ortsteil Bockwisch. Schilder (Vorsicht Kröten!) mahnen hier Autofahrer/ -innen zur Rücksicht. Ein Ausflug in die mit Wanderdünen bestückte Heidelandschaft bleibt Naturliebhabern allerdings verwehrt. Das Gelände ist militärischer Sicherheitsbereich. Immerhin: Einige Naturteiche und herrliche Wanderwege blieben für die Öffentlichkeit zugänglich. Von der alten Eiche ist dazu nur das Rauschen der Blätter zu hören. Und das wird den Dägelingern wohl auch noch eine Weile erhalten bleiben. Der Baum steht unter Naturschutz.

Text: VOLKER MEHMEL

 

Gemeinde-Daten:

Anzahl Einwohner:  994 (31.12.2007)

Fläche:                  895 ha 

Gewerbebetriebe:   103

Aktive Landwirte:    6

Freie Gewerbeflächen: 60.000 qm

 

Bürgermeister:

Rainer Hahn

 


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