Home|Downloads|Impressum|Datenschutz|Kontakt
Service
Metropolregion Hamburg

Gründertag 2010 im IZET


Vor sechs Jahren traf Karsten Reinholz eine weitreichende Entscheidung: Der heute 43-Jährige hängte seine Position als Projektleiter in einem Hamburger Unternehmen an den Nagel und machte sich mit der Reinholz Software und Technology GmbH selbstständig. Heute hat er 20 Mitarbeiter, neben seinem Stammquartier im Itzehoer Innovationszentrum IZET eine Niederlassung in Hamburg und ist geschäftlich weltweit aktiv. Reinholz hat erfolgreich eine Nische besetzt und sich auf Steuerungssoftware für Maschinen spezialisiert. „Ein bisschen Mut zum Risiko muss man natürlich mitbringen“, sagt Reinholz. Für alles andere gibt es ein in der Region offenbar erfolgreiches Netzwerk ungezählter Akteure. Auch deshalb steht Steinburg im bundesweiten Vergleich ganz oben auf der Rangliste für ein besonders gutes Gründungsklima – bei einer Fachzeitschrift zum Beispiel auf Platz 4 gleich hinter Hildesheim, Hamburg und Konstanz am Bodensee. Zu verdanken ist die positive Einschätzung wohl auch dem Gründertag. Zu diesem Informationsaustausch mit Fachreferenten luden IZET und Industrie- und Handelskammer gestern bereits zum 10. Male ein.

Für IZET-Chef Dr. Ralf Thiericke ist der Gründertag die reinste Erfolgsgeschichte. Gut 1000 potentielle Unternehmer seien in den zehn Jahren umfassend beraten und informiert worden. „Jeder Dritte hat dann auch tatsächlich ein Unternehmen gegründet, von denen jedes zweite auch langfristig erfolgreich ist.“ Peter Ahrendt geht davon aus, dass der Anteil der erfolgreichen Firmengründungen sogar noch weitaus höher ist. Auch er sieht die Region auf diesem Gebiet ausgesprochen gut aufgestellt: „An der Westküste ist das die größte Veranstaltungsreihe ihrer Art.“

Wer sind die Menschen, die aus der Arbeitslosigkeit eine neue Perspektive suchen oder sich aus einem sicheren Job heraus ins kalte Wasser wagen? Das Gros der Existenzgründer, so Ahrendt, ist zwischen 30 und 40 Jahre alt und zumeist am Dienstleistungssektor interessiert. Ralf Thiericke hat beobachtet: „Inzwischen gibt es auch einen klaren Trend zu den über 50-Jährigen.“ Auch immer mehr Frauen, vielfach wenn die Kinder groß sind, wagten den Sprung.

Ganz entscheidend komme es darauf an, mit den richtigen Menschen in Verbindung gebracht zu werden. „Hier in der Region kennt man sich. Und das ist unser großes Plus“, verweist Ahrendt auf ein funktionierendes Netzwerk, das die erforderliche Hilfestellung gibt. „Bloß nicht mit den falschen Menschen zusammenbringen“, nennt Ralf Thiericke ein Rezept. Und ein anderes weiß Peter Ahrendt: „Wer ein ordentliches Konzept hat und die erforderliche Qualifikation scheitert auch nicht an der Finanzierung.“ Überhaupt gebe es vielschichtige Finanzierungsmöglichkeiten. Auch hier könne das Netzwerk als Türöffner dienen.

Für „ganz entscheidend“ hält Hans-Jörn Arp eine gelungene Anfangsberatung. Und genau dies werde in der Region geleistet, lobte der Mittelstandsbeauftragte und CDU-Landtagsabgeordnete. Arp betonte, dass Schleswig-Holstein dank seiner mittelständisch geprägten Unternehmens-Landschaft gut durch die Wirtschaftskrise gekommen sei. Er wies zudem daraufhin, dass das Land bei allen Sparmaßnahmen die Förderung des High-Tech-Standorts Itzehoe weiterbetreibe. „Das ist auch ein klares Bekenntnis zu diesem Standort.“

 

Quelle: shz, Norddeutsche Rundschau, 29. Mai 2010, Autor:Volker Mehmel








<- Zurück zu: News

Zur Druckversion

space space space
Wetter Region IZ
space