Wohngrundstücke in der Region Itzehoe weiterhin gefragt
Innerortsentwicklung gewinnt für Mitglieder der Region Itzehoe an Bedeutung
Itzehoe – Die Bevölkerung schrumpft, sie wird älter und ihre Ansprüche ändern sich. Auf diese Entwicklung reagiert auch die Region Itzehoe. „Wir wollen nicht darauf warten, dass unsere Ortsmitten verwaisen“, sagte Regionalbetreuer Olaf Prüß vom Regionalentwicklungsbüro RegionNord am Donnerstag. Deshalb beschäftige sich die Region Itzehoe nun auch mit dem Thema Innerortsentwicklung. Zwar sei derzeit die Nachfrage nach neu erschlossenen Baugrundstücken noch gut, aber man werde sich mit dem drohenden Rückgang auseinandersetzen müssen. „Klassische Einfamilienhäuser haben nicht mehr die Hochkonjunktur, die sie in den 1990er hatten“, so Prüß. Die Region sei davon aber bisher nicht so stark betroffen. Eine Abfrage habe ergeben, dass seit dem letzten Jahr mehr als 80 Wohngrundstücke verkauft wurden. Damit habe sich der Wohnbaumarkt belebt.
Trotzdem mache der demografische Wandel in Deutschland nicht vor der Region Itzehoe halt. Sinkende Einwohnerzahlen und der zunehmende Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung bedeuten, dass immer weniger Menschen mittleren Alters auf Immobiliensuche gehen und immer mehr ältere Menschen auf gut erreichbare Versorgung angewiesen sind. „Es kann der Zeitpunkt kommen, an dem allein die Bereitstellung von attraktiven Wohnbauflächen und die hohe Anziehungskraft der Region Itzehoe nicht mehr ausreicht“, teilte Olaf Prüß mit. Im Wettbewerb um Einwohner und Arbeitsplätze bemühe sich die Region ihre Standortvorteile klar darzustellen und dazu gehöre auch die Beschäftigung mit der Zukunft der Ortskerne. Deshalb werde es noch in diesem Jahr eine Informationsveranstaltung zur Innerortsentwicklung geben. Die Kommunen haben zugesichert sich zu beteiligen und auch die Landesplanung des Innenministeriums soll für diese Veranstaltung gewonnen werden.
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